WESTKURVE vs. Der Oberbürgermeister – Das FINALE


Das erste letzte Mal ABSCHOTTERN am 25.07.18

Auf der WESTKURVE, der Sport- und Freizeitanlage in der Hans-Sachs-Straße in Potsdam-West soll das Sommerloch ausgehoben werden und die Sanierung durch die Landeshauptstadt Potsdam beginnen. Na das ist doch mal eine Nachricht, die kaum noch jemand für möglich gehalten hat! Vorausgegangen ist das über zehnjährige Engagement der Bürgerinitiative WESTKURVE, das zu diversen Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung – 2011 für die Sanierung des Fußballfeldes als modernem Tennenplatz – 2017 für eine Beleuchtung des Platzes zugunsten einer ganzjährigen Nutzung – sowie mehreren Voten im Rahmen des Bürgerhaushaltes führte. In dieser Zeit wurde der Schotterplatz, der nach jahrzehntelanger Verwahrlosung ein Schattendasein fristete, in ehrenamtlicher Leistung zu einem alltäglich belebten und beliebten Ort in der Nachbarschaft von Potsdam-West. Von April bis Oktober trainieren hier Fuß- und Volleyballer, Kinder und Erwachsene, Frauen und Männer. Die Turniere am 1. Mai und zum ErnteDankWest sind legendäre Sportfeste in der Potsdamer Freizeitsportszene. Und auch als Bühne umjubelter Konzerte von Bands wie HASENSCHEISSE, DOTA, Dirty Honkers, Footprint Project und zuletzt Banda Internationale diente die WESTKURVE.
Ach ja, auch zwei Schulen aus dem Kiez sollen hier ihren Sportunterricht machen.

Letzteres ist der Grund, warum die Landeshauptstadt die Sanierung aus dem Säckel der Schulsportanlagen finanziert und der Kommunale Immobilienservice – kurz KIS – die Planung in den Händen hält.

Die WESTKURVE ist ein Paradebeispiel, wie engagierte Einwohnerinnen und Einwohner von Potsdam sich in Stadtentwicklungsprozesse einbringen, mit welchen Barrieren sie in der Stadtverwaltung konfrontiert sind, welche Erfolge sie dennoch mithilfe der kommunalen Beteiligungsinstitutionen und -instrumente erringen.

Nun geht es also an die finale Sanierung der WESTKURVE.

An dieser Stelle werden wir in den kommenden Wochen ganz sportlich berichten und kommentieren.

Anpfiff zum FINALE
WESTKURVE vs. Der Oberbürgermeister

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„Kommunale Impulse zu einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik“

Der „Münchner Ratschlag zur Bodenpolitik“ veröffentlicht „Handlungsmöglichkeiten der Städte für soziale Wohnungsversorgung
und lebenswerte Städte“

Am gleichen Wochenende wie das „Wohnpolitische Forum“ in Potsdam trafen sich in München Stadtteilinitiativen, MieterInnengruppen und Kommunen, um über eine andere Wohnungspolitik zu beraten.
Herausgekommen ist ein spannender Leitfaden für Städte, wie eine gemeinwohlorietierte Wohungspolitik aussehen könnte.

Hier haben wir ihn dokumentiert und empfehlen ihn als Leitfaden für alle, die in Potsdam politische und Verwaltungsverantwortung tragen:

Münchner_Ratschlag_Bodenrecht_Ergebnispapier

„Preußische Retroseligkeit“

„Zweiter Frühling“ – Die Süddeutsche Zeitung zur Entwicklung der Potsdamer Mitte

Mal wieder: Eine kritische, fundierte und differenzierte Analyse Potsdamer Stadtentwicklung – in der Süddeutschen Zeitung und nicht in MAZ oder PNN.

Vielleicht liest das auch „das sogenannte neue Potsdamer Bürgertum …, sofern es in seinen styroporweißen Villen am Heiligen See nicht nur Tesla-Kataloge oder Buchattrappen in den Bibliotheken stehen hat.“ – um eine der vielen schönen Formulierungen zu zitieren:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/ddr-architektur-zweiter-fruehling-1.4035748

 

Festsitzen in Krampnitz – das städtische Verkehrskonzept

Städtische Verkehrskonzepte

Vor 170 Jahren bekam Potsdam einen Bahnanschluß. Der Hauptbahnhof ist jünger, da die letzten verbliebenen Reste des denkmalgeschützten Bahnhofs 1998 abgerissen wurden, um die allen bekannten Bahnhofspassagen hinzusetzen. Beinahe hätte damals schon die Stadt ihren Unesco-Titel wegen des überdimensionierten Bahnhofs verloren. Der damals amtierende Bürgermeister ist über den Bahnhof politisch gestolpert und mußte abdanken, dem amtierenden Oberbürgermeister ist der Unescotitel nach eigenem Bekunden aber auch  nicht das Wichtigste.

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Der kleine Historiker – wie man mit Statistik lügt

Der kleine Historiker

Statistik soll eigentlich dazu dienen, vom Kleinen auf das Große zu schließen und damit Zusammenhänge besser erkennbar zu machen. Doch seit es Statistik gibt, wird diese auch genutzt, um durch flexible Interpretation die eigene Meinung zu untermauern. Wie beim scheidenden Oberbürgermeister. Etliche Probleme wird er hinterlassen: Unzureichender Nahverkehr, ein chaotisches Verkehrskonzept, schlechte Bildungsversorgung, die Kindergartengebühren, einen angespannten Wohnungsmarkt und eine gespaltene Stadtgesellschaft.

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