Camp In vor dem Rathaus:

Wohnprojektinitiativen gehen an die Öffentlichkeit

Am Freitag, den 5. Oktober 2018 haben sich verschiedene Initiativen gemeinschaftlicher Wohnprojekte an die Öffentlichkeit gewandt, um darauf aufmerksam zu machen, welche fast unüberwindbaren Hürden die Stadt Potsdam für solche Projekte bereit hält (wir berichteten bereits über diese Anliegen)

Am Freitag gab es Reaktionen aus der Stadt!:

In der PNN stand ein großer Bericht, in dem über alle Projekte berichtet wurde und – sehr interessant – die Reaktionen der kommunalen Gesellschaften dokumentiert wurden:
https://www.pnn.de/potsdam/wohnen-in-potsdam-steine-des-anstosses/23150762.html

Beide verbliebenen KandidatInnen für das Amt des neuen Oberbürgermeisters der Stadt stellten sich den Problemen und Fragen der Menschen aus den Initiativen. Herr Schubert und Frau Trauth versprachen vor dem Rathaus, sich den konkreten Projekten anzunehmen. Sie wollen sich mit der ProPotsdam und dem Stadtkontor in Verbindung setzen, um nach Lösungen zu suchen, wie MieterInnen und Wohnprojekte doch eine Chance bekommen gegen neue Wertgutachten und Höchstgebotsverfahren.

Um das hier noch einmal ganz deutlich zu machen: Es geht hier in allen Fällen um ganz klare politische Entscheidungen. Ist es in Potsdam möglich, dass die Stadtverordneten als politisches Souverän endlich mal ganz klare Weisungen an die kommunalen Gesellschaften geben?: Wir wollen nicht, dass ihr nach Höchstgebot und auf dem Markt verkauft, wir wollen bezahlbaren Wohnraum und dass dies Menschen, die in den Häusern wohnen (wollen) dies auch mitbestimmen dürfen. Oder ist alles, was in den letzten Monaten gesagt wurde nur Wahlkampf  – Geklingel?

Die Reaktionen der beiden kommunalen Unternehmen entsprechen in etwa dem, was auch in den uns vorliegenden Briefen – hier vom Stadtkontor – so formuliert wurde:

„Eine sozialverträgliche Reduzierung des Kaufpreises wird nicht in Erwägung gezogen.“

Schön war am Freitag, dass auch Menschen aus anderen Projekten und Initiativen da waren: Mietshäusersyndikat, die aNDERE, Stadtmitte für alle und viele mehr. Dieser soziale Frage gehört zusammen ausgefochten!

… das am Ende weder MAZ oder PNN da waren, die Märkische Allgemeine dem Thema wieder einmal gar keine Beachtung schenkte – es ist also wie immer in dieser Stadt.

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