Bitte endlich neu entscheiden!

Das „Höchstpreisverfahren“ in Potsdam

Am Mittwoch, den 5. Dezember 2018 findet in Potsdam die letzte SVV des Jahres statt – und die erste für den neuen Oberbürgermeister.
Und es ist eine Stadtverordnetenversammlung, wo alle Angeordneten beweisen können, wie ernst es ihnen mit ihren öffentlichen Aussagen und Wahlkampfversprechen ist: Das Verfahren zum Verkauf kommunaler Flächen und Immobilien steht zur Abstimmung.
Damit alle noch einmal wissen, was ihre reale Beschlusslage ist, wollen wir die hier noch einmal dokumentieren:

Leitlinie_Grundstuecksverkaeufe_Stand_112011

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Gemeinschaftlich wohnen in Potsdam …

… und anderswo: Neue Studien ergeben einen klaren Trend

In den letzten Jahren gab es in vielen Städten einen unglaublichen Boom von Projekten gemeinschaftlichen Wohnens. Auch in Potsdam ist das spürbar. Das Interesse am sozialen Miteinander ist gestiegen, die Motivation angesichts steigender Mieten und Spekulation mit Immobilien immer größer geworden.

Klar ist aber auch, nicht jedes Konzept von Gemeinschaftswohnen hat einen sozialen, solidarischen Charakter. Sogenannte „Baugruppen“, wo sich Menschen zusammentun, um günstiger an die Eigentumswohnung zu kommen, haben damit recht wenig zu tun.

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Neues vom Wiener Modell

5 € / m² Miete für eine neue Wohnung!

Das sogenannte „Wiener Modell“ macht mal wieder Schlagzeilen.
Aktuell sorgt eine neue Bauordnung für spannende Diskussionen. Hier wird für sogenannte „Gebiete für geförderten Wohnbau“ für zwei Drittel alles Wohnungen eine Miete von Netto höchstens 5 €/ m² festgeschrieben.

Dies ergänzt das Modell Wiener Wohnungspolitik – übrigens mal erfunden von den östreichischen Sozialdemokraten – bezahlbaren, öffentlichen Wohnraum für die Mehrheit der Bevölkerung in der Hauptstadt des Landes zu gewährleisten.

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Wer ist eigentlich die „Stadt Potsdam“?

… oder wie in Potsdam Spekulationsgewinne gemacht werden.

Nach den Berichten und Diskussionen um die bedrohten Gemeinschafts – und MieterInnenprojekte in der Stadt hat man eigentlich gedacht, schlimmer geht es nicht.

Doch, geht.
Jetzt der Verein „Machbarschaften“ eine Antwort auf seine Bewerbung um das Objekt „Goethestraße“ in Babelsberg bekommen.

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Warum Potsdam zu den Städten mit den höchsten Mieten zählt

Wieder eine Studie und wieder das gleiche Ergebnis:

Nach dem sogenannten „Wohnpreisspiegel“ des Immobilienverbandes Deutschland zählt Potsdam zu den „Top ten der teuersten Städte des Landes“.
Wer die Stadtpolitik hier verfolgt hat, den wird dies kaum verwundern. Bereits einige Tage vorher kam der „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland“ zum gleichen Ergebnis. Dort kam Potsdam mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 12,88 €/m² sogar unangefochten auf Platz 1. Bei der neusten Studien landet die Stadt gemeinsam mit Hamburg auf Platz 9 mit 10 €/ m² bei Wohnungen mit „durchschnittlichen Wohnwert“ bis zu 14 €/ m² bei Wohnungen mit „gutem Wohnwert“.

Hier wollen wir noch einmal versuchen, alle wichtigen Ursachen zusammen zu fassen.

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„Ein Großteil der Preissteigerungen hat nichts mit der realen Nachfrage nach Wohnraum zu tun.“

… Anlageobjekt Stadt: Ein Interview und „alte“ Beiträge in „Hallo Potsdam“

Im Tagesspiegel vom 16.10.2018 gab es ein bemerkenswertes Interview mit dem Architekten Markus Appenzeller zur Stadtentwicklung im Allgemeinen und zum Wohnungsmarkt als Anlageobjekt konkret.

Hier ein paar Zitate, die mensch sehr leicht auch auf Potsdam anwenden kann:

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Das war der Gipfel!

Ein Beitrag zum Wohngipfel in Berlin und „Gipfel“ in Potsdam

Die Oberbürgermeisterwahl ist vorbei. Sie hat den vorhersehbaren Ausgang gebracht hat, wenn auch die Differenz von 10% ein Überraschungsmoment enthält. Es ist nun an der Zeit, den Blick vom politischen Personal, das zur Wahl stand, auf die Themen, die die Bürger*innen bewegen, zu lenken, z.B. Wohnen, Mieten, Bauen. Doch bevor wir jedoch einen Blick vorwärts richten, scheint es ratsam, zwei Blicke zurück in den Monat September werfen.

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Wohnen als Grundrecht – vielleicht auch mal in Potsdam

Ein Bericht von Andrzej Kraijnik

Am 20. September fand in Berlin das Wohnungspolitische Forum statt. Gegen die Interessen der Immobilienlobby, die man durchaus mit den Interessen der bundes-regierenden Parteien gleichsetzen kann, wurden hier Konzepte erarbeitet, mit denen die Spekulation eingedämmt und das Risiko des Wohnungsverlustes gemindert werden kann. Gerade für Potsdam wären solche Konzepte hilfreich. Hat sich hier der Effekt des „reichen Nordens“ und des „armen Südens“ für dessen Benennung seinerzeit Oberbürgermeister Platzeck schon viel Kritik einstecken mußte, unter seinem Nachfolger Jakobs doch politisch gewollt weiter verstärkt und beschleunigt.

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„Kommunale Impulse zu einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik“

Der „Münchner Ratschlag zur Bodenpolitik“ veröffentlicht „Handlungsmöglichkeiten der Städte für soziale Wohnungsversorgung
und lebenswerte Städte“

Am gleichen Wochenende wie das „Wohnpolitische Forum“ in Potsdam trafen sich in München Stadtteilinitiativen, MieterInnengruppen und Kommunen, um über eine andere Wohnungspolitik zu beraten.
Herausgekommen ist ein spannender Leitfaden für Städte, wie eine gemeinwohlorietierte Wohungspolitik aussehen könnte.

Hier haben wir ihn dokumentiert und empfehlen ihn als Leitfaden für alle, die in Potsdam politische und Verwaltungsverantwortung tragen:

Münchner_Ratschlag_Bodenrecht_Ergebnispapier