„Ein Großteil der Preissteigerungen hat nichts mit der realen Nachfrage nach Wohnraum zu tun.“

… Anlageobjekt Stadt: Ein Interview und „alte“ Beiträge in „Hallo Potsdam“

Im Tagesspiegel vom 16.10.2018 gab es ein bemerkenswertes Interview mit dem Architekten Markus Appenzeller zur Stadtentwicklung im Allgemeinen und zum Wohnungsmarkt als Anlageobjekt konkret.

Hier ein paar Zitate, die mensch sehr leicht auch auf Potsdam anwenden kann:

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Das war der Gipfel!

Ein Beitrag zum Wohngipfel in Berlin und „Gipfel“ in Potsdam

Die Oberbürgermeisterwahl ist vorbei. Sie hat den vorhersehbaren Ausgang gebracht hat, wenn auch die Differenz von 10% ein Überraschungsmoment enthält. Es ist nun an der Zeit, den Blick vom politischen Personal, das zur Wahl stand, auf die Themen, die die Bürger*innen bewegen, zu lenken, z.B. Wohnen, Mieten, Bauen. Doch bevor wir jedoch einen Blick vorwärts richten, scheint es ratsam, zwei Blicke zurück in den Monat September werfen.

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Wohnen als Grundrecht – vielleicht auch mal in Potsdam

Ein Bericht von Andrzej Kraijnik

Am 20. September fand in Berlin das Wohnungspolitische Forum statt. Gegen die Interessen der Immobilienlobby, die man durchaus mit den Interessen der bundes-regierenden Parteien gleichsetzen kann, wurden hier Konzepte erarbeitet, mit denen die Spekulation eingedämmt und das Risiko des Wohnungsverlustes gemindert werden kann. Gerade für Potsdam wären solche Konzepte hilfreich. Hat sich hier der Effekt des „reichen Nordens“ und des „armen Südens“ für dessen Benennung seinerzeit Oberbürgermeister Platzeck schon viel Kritik einstecken mußte, unter seinem Nachfolger Jakobs doch politisch gewollt weiter verstärkt und beschleunigt.

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„Kommunale Impulse zu einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik“

Der „Münchner Ratschlag zur Bodenpolitik“ veröffentlicht „Handlungsmöglichkeiten der Städte für soziale Wohnungsversorgung
und lebenswerte Städte“

Am gleichen Wochenende wie das „Wohnpolitische Forum“ in Potsdam trafen sich in München Stadtteilinitiativen, MieterInnengruppen und Kommunen, um über eine andere Wohnungspolitik zu beraten.
Herausgekommen ist ein spannender Leitfaden für Städte, wie eine gemeinwohlorietierte Wohungspolitik aussehen könnte.

Hier haben wir ihn dokumentiert und empfehlen ihn als Leitfaden für alle, die in Potsdam politische und Verwaltungsverantwortung tragen:

Münchner_Ratschlag_Bodenrecht_Ergebnispapier

Keine Chance für die Feuerwehr

… auch das bewirkt Potsdamer Stadt – und Wohnungspolitik

Der neue Feuerwehrchef geht wieder weg aus der Stadt: Leider gab es für ihn keinen geeigneten Wohnraum in Potsdam.

Die Freiwillige Feuerwehr Sacrow wollte ein Haus von der Stadt Potsdam kaufen, um Mitglieder zu halten, die dort mit ihren Familien eine Zukunft hätten aufbauen können: Aber die Pro Potsdam (mal wieder) verkauft es nach Höchstgebot – nicht an die Feuerwehr.

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Mieten und Wohnen in Potsdam

Die teuerste Stadt im Osten

„Rendite ohne Risiko“ (PNN 21.12.2017)
Exklusive Wohnlage: Potsdams neues Nobelviertel am Jungfernsee“ (PNN 20.12.2017)
Mieten in Potsdam: Zweifelhafte Betriebskosterechnungen wecken Mieterwut im Kirchsteigfeld“ (MAZ 29.12.2017)

Boom der Luxusimmobilien Sylt, Starnberg – und Potsdam“(PNN 03.01.2018)
Potsdam fehlen Sozialwohnungen“ (PNN 17.01.2018)



Dies sind nur ein paar von den Schlagzeilen aus MAZ und PNN, welche die Entwicklung im Mietwohnungsbau der letzten Jahre dokumentieren.

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Sozialwohnungen in Potsdam

Es gibt also zu wenig Sozialwohnungen in Potsdam…

… Sagt M. Schubert, seines Zeichens OB – Kandidat der seit 27 Jahren regierenden SPD.
Was für eine Erkenntnis!
Kein Zweifel, was in Potsdam in den letzten Jahren gebaut wurde gehört eher in die Kategorie „im gehobenen Preissegment“ bzw. Anlageobjekt – wie es so oft in Immobilienanzeigen oder auf Bauschildern in der Stadt zu lesen ist.

Eigentlich hätte das auch die SPD lesen können. Sie hat sich aber lieber mit den Investoren getroffen und Deals abgeschlossen, wie diese neue teure Wohnprojekte in der Stadt erschließen und bauen können – wie mit Herrn Groth in der Speicherstadt.

Wirklich spannend ist dann die Aussage der Stadt und der ILB (Landesinvestitionsbank), dass die Fördermittel für sozialen Wohnungsbau in Potsdam außer der Pro Potsdam noch nie in Ansprung genommen wurde!
Auch ein Vertrag der Stadt mit der ILB für die Förderung sozialen Wohnungsbaus in der Stadt wurde noch nicht einmal mit Leben gefüllt!

Und dann wundert sich Herr Schubert? Mal bei Jauch, Kirsch oder der Prinz von Preußen AG gefragt, wie wer warum in Potsdam Wohnungen baut?

„Rendite ohne Risiko“ titelte selst die PNN am 20. Dezember 2017 – und – Potsdam sei „die Stadt mit dem geringsten Risiko für Investoren“.